BOYKOTTSEITE
UNILEVER - Gewinne: 6,0 Mrd USD (2007) |
Der Plantagenkonzern
Der Umsatz von Unilever übersteigt das Bruttosozialprodukt sämtlicher "3. Weltländer" und Schwellenländer.
Unilever ist grösster Plantagenkonzern in Afrika, 25% seiner Beschäftigten arbeiten in Afrika.
Seit 1984 mit dem Teekonzern BROCKEN BOND mit Teeplantagen in Kenia, Malawi und Tansania
auch grösster Teeplantagenproduzent in Afrika. 1988 kam es zur Ausperrung von 3800 Arbeitern in Bombay,
die für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und bessere Löhne kämpften. Unilever und Putenmast
Im August 2001 prangerte Greenpeace Missstände in
Mastställen für Putenzucht der Firma Heidemark an, die für
DU DARFST produziert. Die Tiere standen dicht an dicht gedrängt in
riesigen dreckigen Mastställen. Dadurch verbreiteten sich Infektionskrankheiten
besonders schnell. Über das Tränkwasser wurden ihnen Schmerzmittel
und Antibiotika zugeführt. Eigentlich dürfen nur kranke Tiere
mit Antibiotika behandelt werden. Durch den intensiven Antibiotika-Einsatz
können antibiotikaresistente Bakterien entstehen, die durch den Fleischverzehr
auf den Menschen übertragen werden. Am 12.12.2001 versprach Heidemark,
den Platz für die Puten zu verdoppeln und auf den Einsatz von Antibiotika
und Gen-Soja zur Fütterung verzichten!
Unilever und Gentechnik
Auch sonst zeigt sich
Unilever einsichtig: Verteidigte Unilever noch 1997 die Entwicklung genmanipulierter
Produkte ("Wir glauben an diese Technologie"), verzichtet der Konzern mittlerweile
nach eigener Darstellung beim Einkauf völlig auf gentechnisch modifizierte Organismen.
Unilever begründet diesen Schritt mit der Feststellung: "Da bei einer großen Zahl
der Verbraucher die 'Grüne Gentechnik' keine Akzeptanz findet, setzen wir sie auch nicht ein."
Unilever und die Ostsee
Unilever verbannt Käpt'n Iglo:
Im Februar 2006 plant der niederländisch-britische Konsumgüterkonzern UNILEVER den Verkauf der
Tiefkühlkostmarke IGLO.
Käpt'n Iglo muss künftig auf neuen Meeren kreuzen: Der Mutterkonzern UNILEVER will sich
vom Fischstäbchen-Kapitän, dem Rahmspinat "mit Blubb" und anderen Produkten der Marke
IGLO trennen.
IGLO wurde von Greenpeace in der Vergangenheit wegen Überfischung der Ostsee kritisiert.
Im Herbst 2006 hat Unilever seine Tiefkühlsparte - zu der u.a. IGLO gehörte - verkauft,
um sich auf andere Geschäftsfelder zu konzentrieren.
Unilever und der Regenwald Unilever-Chef Patrick Cescau hat im Mai 2008 angekündigt, dass das Unternehmen sich verpflichtet, den gesamten Bedarf an Palmöl ab 2015 von Lieferanten zu beziehen, die für nachhaltigen Anbau zertifiziert sind und für die kein Regenwald gerodet wurde. Die UNO befürchtet aber bereits für das Jahr 2012 die völlige Vernichtung der Wälder auf Sumatra und Borneo. Bereits seit Jahren sitzt Unilever zusammen mit anderen Firmen und dem WWF am "Runden Tisch zu nachhaltigem Palmölanbau (RSPO)" und hat jüngst verkündet, er werde ein Moratorium zur Regen- und Torfwaldabholzung in Indonesien unterstützen. Doch an der westafrikanischen Elfenbeinküste setzt Unilever die Regenwaldabholzung im Juni 2008 fort. Der Tanoé-Sumpfwald ist eines der letzten Rückzugsgebiet bedrohter Tierarten. Die Urwaldzerstörung würde nicht nur zur Ausrottung der dortigen Affen- und Meerkatzenpopulationen führen, sondern auch von zahlreichen dort vorkommenden Pflanzenarten. Außerdem bedroht das Palmöl-Projekt das globale Klima. Die Abholzung und Trockenlegung des Sumpfwalds wird große Mengen an Treibhausgasen wie Kohlendioxid freisetzen. Industrielle Ölpalm-Plantagen sind nicht nachhaltig und eine Zertifizierung ist deshalb nicht möglich. Unilever profitiert weiterhin von der Ausweitung der klimaschädlichen und unsozialen Ölpalm-Monokulturen. Unilever und der Ausverkauf
Unilever hat in den letzten Jahren im großen Stil Marken und Tochterfirmen verkauft,
die den Renditezielen des Konzerns nicht entsprachen: 1997 die Kette NORDSEE an
einen Finanzinvestor, 2004 sein Geschäft mit Tiefkühlpizza und -baguette in mehreren
westeuropäischen Ländern an die deutsche Oetker-Gruppe, ebenfalls 2004 seine Marken
LIVIO, PALMIN und BISKIN an die mittelständischen Köllnflocken-Werke
in Elmshorn.
Unilever verkauft nicht nur die 1961 gegründete deutsche Marke IGLO,
sondern auch den größten Teil seines europäischen Geschäfts mit Tiefkühlwaren, insgesamt einen Umsatz
von zwei Milliarden Euro.
IGLO litt in den letzten Jahren unter der Konkurrenz der Discountmärkte und billiger
Handelsmarken. Die Produkte mit dem markanten "Käpt'n Iglo" sind teurer als die
No-Name-Konkurrenz. Bekannt sind zum Beispiel die Fischstäbchen oder der Rahmspinat
"mit dem Blubb". Mit anderen Worten, Unilever ist auf dem richtigen Weg: Boykottieren Sie die verbliebenen Marken und helfen Sie dem Konzern bei der weiteren Verschlankung! |
Die Marken im einzelnen:
![]() |
LAGNESE (Eis) | |||||||||
![]() |
UNION DEUTSCHE LEBENSMITTELWERKE
|
|||||||||
![]() |
LIPTON TEA Lipton, die weltweit größte Teemarke, ist der drittgrößte Markenanbieter im Bereich Schwarz- und Grüntee in Deutschland. | |||||||||
| Y | HOMANN (Margarine) | |||||||||
![]() |
UNOX | |||||||||
| Y | BIFI | |||||||||
| Y | LÄTTA (Margarine) | |||||||||
| Y | MONDAMIN | |||||||||
![]() |
MAGNUM (Eis) | |||||||||
![]() |
KNORR | |||||||||
| Y | PFANNI | |||||||||
| Y | BRESSO | |||||||||
| Y | BRUNCH | |||||||||
| Y | CREME BONJOUR (Schweden, Finland) | |||||||||
| Y | DEXTRO ENERGEN | |||||||||
| Y | ||||||||||
| Y | PFLEGEMITTEL/HAUSHALTSREINIGER: | |||||||||
| Y | ELIDA GIBBS (SIGNAL, MENTADENT,...) | |||||||||
| Y | LEVER (LEVER SUNLICHT) | |||||||||
| Y | DOMESTOS | |||||||||
| Y | TIMOTEI | |||||||||
| Y | PERSIL | |||||||||
| Y | AXE DOVE LUX | |||||||||
| Y | DENIM REXONA |
| gentechnik in lebensmitteln | |