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Saturday, 06. Juli 2023

IKEA nimmt Mondelēz-Schokoladen aus seinen Regalen

In Schweden, Norwegen und Finnland weitet sich der Boykott von Produkten des Unternehmens Mondelēz wegen dessen Geschäfte in Russland aus. Dutzende von skandinavischen Unternehmen brachen ihre Beziehungen zu Mondelēz wegen der im letzten Jahr an die russische Regierung gezahlten Steuern ab. Der US-amerikanische Lebensmittelkonzern ist wegen seiner Aktivitäten in Russland von der ukrainischen Antikorruptionsbehörde im Mai auf die Liste der "internationalen Sponsoren des Krieges" gesetzt worden.

Beim schwedischen Möbelhaus IKEA gibt es auch in Deutschland bald keine Schokolade von Mondelēz mehr: bis Ende August wird IKEA die Marken Marabou und Daim aus ihren Regalen verbannen. Laut IKEA sei die Entscheidung zur Auslistung der Schokoladenmarken getroffen worden, weil man versuche, einen Teil der verkauften Produkte durch Süßwaren aus eigener Herstellung zu ersetzen. Dennoch wird dieser Schritt von Boycott International Food Companies sehr begrüßt, weil Mondelēz zum ersten Mal in Deutschland eine Klatsche kassiert, die gleichzeitig die Bekanntheit des Boykotts deutlich steigert.

Nach Angaben der ukrainischen Antikorruptionsbehörde zahlte die russische Tochtergesellschaft von Mondelēz im Jahr 2022 rund 56 Millionen Euro Steuern an die russische Regierung und erwirtschaftete in dem Land rund 310 Millionen Euro Gewinn. Mondelēz hat drei Fabriken in Russland, in denen unter anderem Oreo Kekse, TUC Cracker und Milka hergestellt werden.

Die Geschäfte von Mondelēz in Russland laufen weiter und finanzieren Russlands Krieg gegen die Ukraine durch Steuern. Ähnlich wie beim Unternehmen Ritter Sport (Quadratisch. Praktisch. Blut.), das aber immerhin zugesichert hat, den Gewinn aus dem Russlandgeschäft an humanitäre Hilfsorganisationen zu spenden.

Verwende die Buycott App um Produkte von Mondelēz beim Einkauf im Supermarkt zu boykottieren!

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