(C) eatnoshit.org
Freitag, 09. Mai 2025

Stoppt Trump: Boykottiere die Coca-Cola Company.

Gerade hat Möchtegern-Diktator Donald Trump einen weltweiten Handelskrieg ausgelöst und die Märkte ins Chaos gestürzt, indem er zahlreiche Länder und Branchen mit irrwitzig hohen Zöllen belegt hat. Während seiner ersten Amtszeit installierte Trump im Oval Office des Weißen Hauses einen Knopf, mit dem er signalisieren konnte, dass er eine Cola Light haben möchte. Er trank davon 12 am Tag. Vor seiner Amtsübernahme als erster Diktator der Vereinigten Staaten erhielt Trump vom Vorsitzenden und CEO der Coca-Cola Company, James Quincey, eine einmalige Cola Light Gedenkflasche. Derselbe CEO sagte als Reaktion auf Trumps Zölle auf Aluminium und deren Auswirkungen auf Limonadendosen, dass Coca-Cola wahrscheinlich zu mehr Plastikverpackungen übergehen wird, um Zollkosten zu senken.

Die Coca-Cola Company ist ein US-amerikanischer multinationaler Konzern, der Coca-Cola und andere Erfrischungsgetränke wie Fanta, Sprite und Powerade verkauft und vermarktet. Das Unternehmen wird als globales System geführt, bei dem die Coca-Cola Company nur das Sirupkonzentrat herstellt, das dann an lokale Abfüller in der ganzen Welt verkauft wird, die eine nationale Coca-Cola-Franchise besitzen. So ist beispielsweise die Carlsberg-Brauerei der lokale Abfüller von Coca-Cola in Dänemark. Kanada und Dänemark waren die ersten Länder, in denen die Verbraucher spontan begannen, Coca-Cola zu boykottieren. Horror-Clown Donald Trump hat in Dänemark viel Unmut ausgelöst, nachdem er wiederholt damit gedroht hat, die Kontrolle über Grönland, einem autonomen dänischen Gebiet, zu übernehmen, entweder durch den Kauf der Insel oder durch militärische Gewalt. Der dänische Boykott von Coca-Cola schadet zwar in erster Linie den dänischen Brauereiarbeitern, ist aber tatsächlich wirksam, da er sich auf die Einnahmen der Coca-Cola Company auswirkt, die Berichten zufolge einen Rückgang verzeichnen.

Laut Handelsblatt ist eine deutliche Mehrheit der Verbraucher in Deutschland dafür, als Reaktion auf die protektionistische Politik von Donald Trump amerikanische Produkte zu boykottieren. Viele haben bereits begonnen, im Supermarkt Produkte oder Marken von US-Herstellern zu meiden. In Deutschland ist Coca-Cola Europacific Partners (CCEP) der lokale Abfüller für die Coca-Cola Company. CCEP ist für Abfüllung, Verkauf und Vertrieb der Getränke des US-Konzerns in Deutschland zuständig. Bereits im Herbst 2024, also lange vor Trump's Ankündigung hoher Zölle, hat CCEP verkündet, dass dieses Jahr fünf Coca-Cola Produktions- und Logistikstandorte in Deutschland geschlossen werden. Betroffen sind die Werke in Köln, Neumünster, Berlin-Hohenschönhausen, Bielefeld und Memmingen. Damit fallen insgesamt rund 500 Arbeitsplätze weg. In Köln macht die Produktion am 31. März 2025 dicht. Schon allein wegen dieser Arbeitsplatzvernichtung sollte man Coca-Cola boykottieren. Wenn die Mehrheit der Verbraucher andere Getränkehersteller unterstützt, werden dort neue Arbeitsplätze geschaffen. Coca-Cola ist das richtige Ziel dieses weltweiten Boykotts, weil es ein Zeichen gegen Trumps unberechenbaren Machtmissbrauch setzt und weil der Boykott direkt einen der großen Unterstützer von Trump trifft.

Der wichtigste Grund für den Boykott von Coca-Cola sind Gesundheitsbedenken. Gesundheitsexperten bringen zuckerhaltige Getränke wie Coca-Cola direkt mit Typ-2-Diabetes in Verbindung, einer Krankheit, von der schätzungsweise 462 Millionen Menschen auf der ganzen Welt betroffen sind. Zuckerhaltige Getränke verändern den Stoffwechsel des Körpers und wirken sich auf Insulin, Cholesterin und Stoffwechselprodukte aus, die hohen Blutdruck verursachen. Studien haben den Konsum von Diät-Cola ("Cola Light") mit einem erhöhten Risiko für Herzkrankheiten, Schlaganfälle und Diabetes in Verbindung gebracht. Coca-Cola mit vollem Zuckergehalt enthält 53 Gramm Zucker pro 500 Milliliter und damit fast das Doppelte der empfohlenen täglichen Zuckerzufuhr für einen Erwachsenen. Powerade Original, ein weiteres Getränk der Coca-Cola Company, enthält 5,8 Gramm Zucker pro 600-Milliliter-Flasche, fast 20 Prozent der empfohlenen Tagesdosis. Powerade ist das offizielle Getränk der US-Olympiamannschaft. Coca-Cola finanziert Wissenschaftler, die ihnen dabei helfen, die Rolle von zuckerhaltigen Getränken bei der Entstehung von Fettleibigkeit zu leugnen. Die Coca-Cola Company finanzierte jahrzehntelang die globale Industrielobbygruppe International Life Sciences Institute, die mit ihren Forschungsergebnissen Fortschritte in der Ernährungs- und Gesundheitspolitik in Indien, Mexiko, China und Brasilien blockiert oder verzögert hat. Coca-Cola will uns weismachen, dass körperliche Betätigung für die Bekämpfung von Fettleibigkeit wichtiger ist als die Ernährung. Das ist kompletter Unsinn. Unabhängige Forschung zeigt eindeutig, dass körperliche Betätigung allein kaum zu einer nennenswerten Gewichtsabnahme führt: Man muss auch die Kalorienzufuhr reduzieren.

Grund Nummer zwei ist die Plastikverschmutzung. Die Coca-Cola Company ist als der schlimmste Plastikverschmutzer der Welt bekannt, mit einem Ausstoß von 200.000 Plastikflaschen pro Minute. Coca-Cola verursacht die größte Plastikverschmutzung in sechs Entwicklungsländern (China, Indien, den Philippinen, Brasilien, Mexiko und Nigeria): etwa 8 Milliarden Flaschen, die jedes Jahr verbrannt werden oder in Mülldeponien landen. Im Jahr 2019 sagte der globale Geschäftsführer des Unternehmens, dass Coca-Cola keine Pläne habe, seine Verwendung von Plastikflaschen zu reduzieren. Im Jahr 2022 versprach das Unternehmen, 25 % seiner Getränke in wiederbefüllbaren oder wiederverwendbaren Glas- oder Plastikflaschen oder in wiederbefüllbaren Behältern zu verkaufen, die an Zapfanlagen oder "Coca-Cola Freestyle Dispensern" nachgefüllt werden können. Im Jahr 2023 setzt sich die Verpackung von Coca-Cola zu 47,7 % aus Kunststoff, 26 % aus Aluminium und 10,4 % aus Glas zusammen. Die Coca-Cola Company hat wenig unternommen, um die Wiederverwendung von Verpackungen zu erhöhen: nur 1,2 % ihrer Verpackungen sind wiederverwendbar. Darüber hinaus hat Coca-Cola den Einsatz von Neukunststoffen seit 2019 um etwa 6 % erhöht. Im Jahr 2024 hat Coca-Cola still und leise sein Versprechen aufgegeben, den Anteil wiederverwendbarer Verpackungen bis 2030 auf 25% zu erhöhen. Umweltschützer bezeichnen diesen Schritt als eine Meisterleistung in Sachen Greenwashing.

Grund Nummer drei ist Trinkwasser. Die Coca-Cola Company hat Indien als einen wichtigen Markt identifiziert, auf dem sie in Zukunft erhebliche Gewinne erzielen will. Zum Teil auch deshalb, weil Coca-Cola-Produkte von den Verbrauchern in den USA und anderen Industrieländern aufgrund gesundheitlicher Bedenken zunehmend gemieden werden und die Umsätze von Coca-Cola rückläufig sind oder stagnieren. Bezirke in ganz Indien, die in der Nähe von Coca-Cola Abfüllanlagen leben, leiden unter schwerem Wassermangel, der direkt auf die massive Wasserentnahme von Coca-Cola aus dem gespeicherten Grundwasser zurückzuführen ist. Außerdem leitet die Coca-Cola Company ihre Abwässer in die Felder und Flüsse in der Umgebung der Abfüllanlagen, was zu einer Verschmutzung des Grundwassers und des Bodens führte. Eine Reihe von Coca-Cola Abfüllanlagen, u.a. in Plachimada (Kerala), Kala Dera (Rajasthan) und Mehdiganj (Uttar Pradesh), wurden aufgrund von Protesten der Bevölkerung geschlossen. Das ist der Erfolg einer anhaltenden Kampagne gegen die Pläne des Unternehmens, ihre Abfüllanlagen trotz schwerer Wasserknappheit zu erweitern. In Mexiko, wo die Wasserversorgung und sanitäre Einrichtungen allgemein in einem schlechten Zustand sind, sind die Auswirkungen der Coca-Cola Abfüllanlagen verheerend. Im Jahr 2017 stand die Coca-Cola Company in der Kritik, weil sie einen Brunnen in San Felipe Ecatepec im Bundesstaat Chiapas im Süden Mexikos leergesaugt hatte. Eine nahe gelegene Abfüllanlage des mexikanischen Unternehmens FEMSA, einer Coca-Cola-Franchisegesellschaft, schluckt täglich 1,08 Millionen Liter Wasser. Die Menschen mussten täglich zwei Stunden laufen, um Wasser zu holen, oder ihr Trinkwasser kaufen.

Unser weltweiter Boykott von Coca-Cola, McDonald's, Starbucks und Amazon - um Trump zu stoppen - dauert solange, bis er das Weiße Haus verlässt. Verzichten Sie auf Coca-Cola zugunsten gesünderer Getränke, besuchen Sie McDonald's und Starbucks, ohne etwas zu bestellen, und unterstützen Sie Ihre lokalen Händler, anstatt bei Amazon einzukaufen. Natürlich wird unser ultimativer Boykott der internationalen Lebensmittelunternehmen weitergehen. Schauen Sie sich die Buycott-App an und meiden Sie diese Lebensmittel. Es gibt viele und vor allem gesündere Alternativen für Ihre Mahlzeiten.

Zurück